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lauter(e) Motive

Hier noch einige Klarstellungen, damit der Autohof-Nebel sich lichten möge.

Das christliche Motiv: Irgendwo müssen die LKW-Fahrer auf den Autobahnen doch übernachten können.

Ja! Das erfolgt an drei dafür vorgesehenen Stellen: Parkplatz ohne oder mit WC-Anlage und Rast­stätte direkt an den Autobahnen, ohne Park­platzgeld! Durch die Verlegung der BAB-4 sind 49 solcher LKW-Parkstände entfallen, inzwischen 220 zusätzliche gebaut. In unserem Autobahnabschnitt Aachen-Kerpen ist also für die LKW-Fahrer Passendes getan worden.

Das finanzielle Motiv: Der Staat spart schließlich Geld, wenn Autohöfe gebaut werden.

Das ist bezüglich der LKW-Parkstände richtig, da die un­ter Verkehr genommenen Parkstände der Autohöfe von der Pfli­ch­ten­liste gestrichen werden. Aber diese Spar­politik ist zynisch, weil sie zu Lasten der LKW-Fahrer geht. Die müssen pro Parkstand  nun Gebühren be­zah­len. Das belastet die Kasse der LKW-Fahrer. Das Verkehrsministerium soll seine Pflichten erfüllen und nicht die LKW-Fahrer und Elsdorfer belasten!

Das soziale Motiv: Die LKW-Fahrer brauchen nach langer Fahrt schließlich auch mal eine Auszeit.

Gemeint sind Speise, Spiel und Spannung.  Dafür braucht der Betrei­ber aber viel mehr Laufkundschaft, um profitabel zu sein. Des­we­gen sind Au­to­­höfe (nicht Rast­stätten!) auch im Hin­ter­land der BAB angesie­delt. Na­­türlich hat man dann ein Verkehrsaufkommen, das durch den Ort führen wird. Da­zu kommt, dass Autohöfe oftmals unerwünschte Nebeneffekte haben. Die zu erwartende Ver­schlechterung der Wohn­lage „im Elsdorfer Süden“ wollen wir nicht hinneh­men. Das ist nicht zum Wohle von E.-Heppendorf. Die IHB will das verhindern!

Das wirtschaftliche Motiv: Der Autohof bringt Geld in die Stadtkasse, die das dringend nötig hat.

Dieser Wunsch­traum ist unrealistisch. Auf nachhaken­des Fragen der CDU 2016 hat der ex-Bürger­meister eingestanden, dazu nichts sagen zu können. Ist auch klar, weil die etwaigen Betreiber natürlich nicht aus Elsdorf stammen. Gewerbesteuer wird dort ge­zahlt, wo die Firmen ihren Sitz haben. Elsdorf wird aber Lasten haben, die der neue Bürgermeister jüngst als „Bürde“ bezeichnet hat. Elsdorf han­delt sich also direkt oder indirekt ein „Verlustge­schäft“ ein. Das ist nicht zum Wohle der Stadt gehandelt! Die IHB will das verhindern.

Das Arbeitsplatz-Motiv: Der Autohof bringt mindestens 80 Arbeitsplätze.

Dazu gibt es in den Akten keine Be­lege. Nun ist der Autohof auch noch prak­tisch hal­biert. Wie soll eine größer ge­ra­tene Tank­stelle „im Elsdorfer Süden“ mit Im­bissbude so viele Arbeitsplätze, die auch noch oft 450-€-Minijobs sind, vorhal­ten? Die IHB kämpft gegen diese Fake News!

Das strategische Motiv: Der Autohof ist halt die Kröte, die man schlucken muss für ein angrenzendes, zusätzliches, neues Industrie­gebiet im E.-Heppendorfer Süden.

Der Rhein-Erft-Kreis sucht Flächen für den überquellenden Industriepark in Wes­seling. Dies wird eher unter den Tischen be­handelt. Standardkommentar des neuen Bürgermeisters: Erst wenn alle Fak­ten auf dem Tische liegen, kann man ent­­scheiden. Die IHB will wissen, was für Heppendorf wirklich geplant ist!

Und nun unsere Vision von Heppendorf:

Das städteplanerische Gegenmotiv: Der Elsdorfer Süden wäre ein Wohnparadies für Familien aus den Rhein­städten D’dorf&Köln&Bonn.

Die be­zahlbaren Grund­stücke in Elsdorf wären ein gutes Argu­ment dafür, die Autobahn-Anschlussstelle Elsdorf ein weiteres. Die Nähe zu Feld, Wald und dem Natur­schutz­gebiet wäre attraktiv. Ein Autohof dagegen verstärkt die ohnehin vorhandenen Nachteile durch den Tagebau Hambach. Die IHB will einen wohnlichen Elsdorfer Süden.

Fazit: Grätschen Sie mit uns in den Unfug eines ganz of­fen­sichtlich für Elsdorf nutzlosen Projektes. Nehmen Sie Ihr demokratisches Recht in Anspruch. Machen Sie mit beim Bürgerbegehren!

© 29.09.2017 brmu

 

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