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hölle

Stephan Wackwitz lässt in seinem essay-band „Selbsterniedrigung durch Spazierengehen“, im S. Fischer Verlag 2002 erschienen, auf seite 59 diesen aphorismus ab, sicher nichts ahnend von ennessäi + konsorten:

„Das Fest, das nicht mehr aufhört, ist die Hölle.“

peta-bytes, die jubeln sie sich rein
das wird schon für was nütze sein
die algorithmen kriegen macht
ganz unbemerkt und sacht by sacht

der torrero, festlich, wird verdächtig
gleicht dem unwort aber mächtig
der beruf, der stirbt nun leider weg -
höllisch kollateral, oh schreck

das wollten wir so aber nicht
quaken polköpp nicht ganz dicht
paranoia zieht nie stecker
und das geht schon auf den wecker

das sei alles für die sicherheit,
so und ähnlich uns die lüge speit
doch ganz praktisch denke dran:
datenverlust? rufe die amis an!

© 16.07.2013 brmu

 

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