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Andreas Rumler meint ...

als autor bin ich daran interessiert, mich klar und präzise auszudrücken, egal, was ich schreibe (ob lyrik, prosa oder sachtexte) und das natürlich vor allem auch in einer weise, die mich ästhetisch überzeugt und - hoffentlich auch die leser.

als kind wollte ich immer gern & viel lesen, habe das - auch krankheitsbedingt - häufig und ausdauernd getan, mich dabei an anderen texten „gerieben“, die mich interessierten oder eben auch nicht, die mir sprachlich gefielen oder mich eher „kalt ließen“. Karl May begeisterte mich weniger, eher schon die seefahrts-romane von C. S. Forrester über einen herrn Hornblower, der seine schifflein gegen Napoleon in die schlachten führte. märchen und sagen gehörten ebenso zum repertoire wie später ein breiteres spektrum moderner literatur: Goethe, Heine, Büchner, Fontane, Heinrich und Thomas Mann und vor allem Brecht.   

durch meine ausbildung konnte ich diese neigung während des germanistik-studiums in München und Tübingen vertiefen, wobei exilliteratur zunehmend ins zentrum meines interesses geriet.

dabei hat mich immer der anspruch begleitet: realistische literatur zu lesen und nicht schmökernd in „Wolkenkuckucksheime“ zu flüchten.

so kam es, dass ich heute diesem „laster des lesens“ immer noch verfallen bin.

mein erstes buch habe ich mit 39 jahren  geschrieben und dieses vergnügen kontinuierlich weitergeführt.

das schreiben hat für mich einerseits den charakter eines hobbys.

es hat aber auch andererseits ein wenig die funktion eines nebenerwerbs – der allerdings denkbar gering ausfällt.

mein literarisches lieblingsthema ist alles, was mich gerade interessiert und beschäftigt.

aktuell ist bei Edition A B Fischer nun „Exil als geistige Lebensform“ erschienen, was mich freut.

wenn sie das buch lesen, wünsche ich ihnen vergnügen und erbauung damit.

über mich finden sie in dem buch wenig. aber durch meine darstellung von Goethe, Brecht, Feuchtwanger und anderen autoren gewinnen sie vielleicht einen eindruck, was mir literatur bedeutet.

© 18.11.2016 brmu bedankt sich für das lückentext-interview

 

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