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Löffler im weltraum

Kay Löffler hat sich mit seinem buch „Dorf der Wolkenmacher“ einen namen gemacht. es behandelt die probleme eines braunkohle-tagebaus und der damit zusammen hängenden umsiedlung eines dorfes.

nun bringt sich der autor seiner leserschaft erneut in erinnerung, diesmal mit kurzgeschichten „Von Aufbrüchen und Aussteigern“ der besonderen art. wir befinden uns nämlich im weltraum und im medier der science-fiction geschichten, allerdings ohne das brimborium der üblichen art. lesen sie selbst!

der autor hat litbiss ein kleines interview gewährt:

> gestatten: Kay Löffler, einen alias-namen als autor habe ich nicht, weil ich zu meinen texten mit meinem namen stehen kann. außerdem habe ich schon einmal meinen namen geändert. - mein mädchenname ist MÜLLER.

ich wurde zu einer zeit geboren, die mich kalt lässt, denn ich kann mich nicht an sie erinnern. aus heutiger sicht stelle ich fest: das war verdammt kurz nach dem krieg. doch damals war mir das nicht so bewusst. da waren fünf jahre schon sehr viel.

als jugendlicher habe ich schon geschrieben, weil ich den drang dazu verspürte. keine ahnung, wo der her kam.

dabei inspirierte mich immer der spruch "sei sand, nicht öl im getriebe der welt."

meine berufliche ausbildung hat mich zunächst nicht interessiert. erst später, nach eineinhalb jahren auszeit, als ich aus Indien zurückkehrte, da wusste ich, wie schön ordnung sein kann.

so kam es dann, dass ich heute wieder und immer noch und guten gewissens hauptberuflich im ordnungsamt tätig bin.

mein erstes buch jedoch, das ich geschrieben habe, das war ein science-fiction-roman, der bis heute nicht veröffentlicht ist. vielleicht arbeite ich noch einmal dran, denn in den ansätzen war der gar nicht so schlecht, obwohl ich damals erst 14 war. - warum ich den geschrieben habe? siehe antwort 3.

das literarische schreiben hat für mich einen anspruch, den ich niemals werde befriedigend erfüllen können.

wenn sie mein neuestes buch „Von Aufbrüchen und Aussteigern“ lesen, wünsche ich Ihnen, dass sie es wieder lernen, die langsamkeit und die ruhe zu genießen.

sie werden in der sache folgendes erkennen: es muss nicht immer action, es müssen nicht immer cliffhanger1 sein, es darf nicht immer alles auf künstlich konstruierte oberflächliche spannung und schnelle schnitte hinauslaufen. das leben ist stressig genug. genießen sie die langsame konfrontation mit anderen gedanken und sichtweisen und denken selbst in ruhe nach.

über mich finden sie in meinen büchern immer wieder puzzleteilchen, aber niemals den ganzen Kay Löffler.

und von der leserschaft habe ich viel zu selten eine reaktion. <

das ließe sich leicht ändern. kommen sie zum diesjährigen Literaturherbst, dort wird Kay Löffler aus seinem neuesten buch lesen.

© 07.09.2016 brmu
erläuterung 1cliffhanger ist in der literatur ein spannungsaufladender satz, der in das nächste kapitel hinüberleitet, quasi als neugierigmacher.

 

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