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über weite entfernung

lesung in der weinstube Bohn in Bergheim am 5.7.2011.

 Bohn Weinstube

© foto: b.r.m. ulbrich
M.M. Bohn rezitiert „Über weite Entfernung“

am Aachener Tor in Bergheim angekommen, die Hauptstraße schon ziemlich menschenleer, steigt man am Roten Haus nr. 99 ein paar stufen hinauf und betritt rechts einen kleinen raum, der liebevoll mit gedichten auf blauem grund in petersburger hängung ausgestattet ist. wenige tische für rund zwanzig gäste stellen gleich eine besondere atmosphäre her.

dann die überraschung: jeder darf sich ein gedicht aus der lyrik-galerie wünschen und sein eigen nennen. eine große geste des gastgebers, seines zeichens auch ein mann der lyrik, der es versteht, die gäste in seiner weinstube immer wieder mit neuen lyrischen eindrücken zu erfreuen.

nach guten weinen aus deutschen landen und einem tapas-bufett steigt die spannung bis der eindrucksvolle Manfred Michael Bohn mit seinem sonoren bassbariton den raum ausfüllt: jedes gewünschte gedicht wird ausdrucksvoll vorgelesen, so dass es sicherlich noch länger in erinnerung bleibt. das von mir ausgewählte wird hier mit seiner erlaubnis veröffentlicht:

Über weite Entfernung

Über weite Entfernung, welch herrliche Kraft.
Innige Umarmung, Harmonie geschafft.
Sprudelnde Lüfte,
Spürbare Düfte.
Wehmut an Deiner Seite,
Über endlose Weite.
Der Tag kommt – riesengroß,
Komm, wir lassen uns nicht los!

© Manfred Michael Bohn /Juni 2013

weitere gedichte und wortspiele: in dem lyrikband „Liebe & Schmerz“, Verlag M. M. Bohn-Kommunikation 2011, 103 seiten, mit sechs treffenden illustrationen von Roman Pompe; das buch nebst CD kann in der weinstube erworben werden.

© 06.07.2013 brmu

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Cologne Paper Art

papier ist geduldig. die Cologne Paper Art zeigt wieder papierkunst in der Vulkan-Halle in Köln. fast alle dort ausgestellten künstler/innen bearbeiteten das papier auf der oberfläche oder formten es bis hin zum scherenschnitt. Interessant, aber nicht aufregend.

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Jutta Barth auf der Cologne Paper Art, am 21.4.2013 auf eines ihrer werke zeigend

ganz anders in der box 32: dort gab es papierkunst der besonderen art zu sehen. bei Jutta Barth nimmt das papier ästhetisch angeordnetes pflanzenmaterial in sich auf. durch verrrottung skelettierte pflanzenteile, wie etwa blätter, werden in den sensiblen schöpfungsprozess des papieres (pulpe) einbezogen. Jutta Barth zeigt diese rare als pulppainting bezeichnete technik in wahrer meisterschaft. eine zarte akzentuierung mit tusche oder farben arbeitet den effekt des eingebetteten abschließend heraus. ihre so biologisch daherkommenden bilder regen gleich zu gedichten an. hier ein spontan verfasster haiku:

die bilder sprechen
von innen und von außen
meinen garten an

© 21.04.2013 brmu

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welterswelt

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Ruth Welter liest,

eingeladen vom Förderverein Stadtbibliothek Bergheim, in der Stadtbibliothek im Medio der Stadt Bergheim aus ihrem buch DAS KINDERMÄDCHEN UND DER HERR JESUS (2012) zur erbauung und erheiterung der drei dutzend zuhörer/inne/n. es geht um die kleinen und feinen geschichten rund um Brühl, die ihre verwandten und bekannten erlebt haben. so manche weckte eigene erinnerungen und ließ das gemüt in resonanz mitschwingen.

rund um die vom förderverein liebevoll aus- und angerichteten erfrischungen konnte in einer pause angeregt über das werk geplaudert werden. danach übernahme Ruth Welter wieder das ruder und las im zweiten teil weitere geschichten vor, wobei das publikum wählen konnte, eine kluge einbeziehung, die nähe schafft.

wir waren zeugen eines einfühlsamen erinnerungswerkes, das über Brühl hinaus ins ganze Rheinland ausstrahlt und auch dort seine leser/innen finden sollte. offizielle bezugsquelle: buchhandlung Brockmann in Brühl, es liegt auch in der buchhandlung Moewes in Bergheim aus.

© 02.03.2013 brmu

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mohr malt nicht

Burkhard Mohr (Bonner Cartoonist) war in der Christus Kirche zu gast im Königsdorfer Literaturforum, moderiert von Jürgen Streich und am klavier musikalisch gerahmt von Alphonse Sauer. Mohr hat uns in seine besondere zauberwelt des begnadeten zeichnens einblick nehmen lassen.

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Goethe ruft an

John von Düffel schreibt in seinem roman "Goethe ruft an" aus dem DuMont Verlag, erschienen 2011, gleich zu beginn auf seite 7 über eine figur namens Goethe als eine art über-ich aller schriftsteller:

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b.k. liest uns vor

lesung von Bodo Kirchhoff aus seinem roman "Die Liebe in groben Zügen, Frankfurter Verlagsanstalt 2012, im Literaturhaus Köln am 1.10.2012 anlässlich seines 25. hochzeitstages in anwesenheit seiner frau und seines sohnes.

foto mit erlaubnis des Literaturhauses Köln (LHK) abgebildet.

Kirchhoff Lesung-LHK-121001-bu

b.k. liest im LHK: er drängt und dräut in
die siebte fassung mit fassung braucht
sicherlich keine sechsundzwanzig stunden
für die sechsechsneun seiten der liebe in
groben zügen zug um zug geht es voran

die einfältige frage des abends: wieviel
auto bio graf iie steckt versteckt denn im
roman ein hin und her mit allerlei gedöns
und färbung zwischen den vielen zeilen da

findet dr.u. die kluge antwort in der rede:
ohne leben des autors kein roman in dem
das leben des autors vorkommen könnte!

lebenserfahrung aus verlegermund
tut dem moderator manches kund

und höre: der abend ward gerettet

© 6.10.2012 brm ulbrich

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