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lyrik reinigt prosa

sprache sei nicht rhythmisch
per se
sie bedürfe der metrikerhilfe
okay
das nennen alle dichten
ach nee
der rhythmus aber steckt
im vers
die sprachgestaltung dann
so wär’s
im eleganten satze
kein scherz
und in der strophe gar
in erz
gegossene form am end

dichten also ist das
wörtersetzen
dichten ergo wird zum
bilderfetzen
wohltönend in dem hirn
der leser|in
die inn’re stimme klingt
die weberin
im metaphernsingsang

wie der hai den
putzerfisch
so der autor
dichter hat
den rhythmopoios1

© 05.03.2017 brmu
1 Friedrich Georg Jünger, Rhythmus und Sprache im Deutschen Gedicht, Cotta’s Bibliothe der Moderne, Bd. 63, Klett Verlag 1987, seite 19ff.

 

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